Mit der richtigen Skibekleidung macht das Skifahren mit Kindern noch mehr Spaß. Es ist wichtig, warm und trocken zu sein, aber auch bestimmte Funktionen und Zubehörteile können hilfreich sein. Mit viel Erfahrung beim Skifahren mit unseren Kindern in der Schweiz habe ich 10 Tipps, die ich mit dir teilen möchte, bevor du shoppen gehst. Ich hoffe, das sie hilfreich sind.
Contents
- 1. Leuchtende Farben, damit ihr gut zu sehen seid
- 2. Jacke mit Ärmeltasche für den Skipass
- 3. Jacke mit abnehmbarer Kapuze
- 4. Super-wasserdichte Skihosen
- 5. Schnee-Overalls mit einfach abnehmbaren Hosenträgern
- 6. Handschuhe mit langer Stulpe und Handgelenkverschluss
- 7. Lange, enganliegende Skisocken
- 8. Thermounterwäsche – warm, aber nicht zu warm
- 9. Halsschlauch
- 10. Sturmhaube mit langem Hals
- 11. Après-Ski Kleidung
- 12. Organisatorischer Tipp: Skiwanne
- Wo man in der Schweiz Skikleidung kauft
Denk dran, dass du alle Kleidung und Ausstattung früh in der Saison kaufst, bevor es anfängt zu schneien (idealerweise im Oktober/November). Wir neigen zum Aufschieben und merken dann am Morgen der ersten Skistunde, dass ein Handschuh fehlt oder die Skiunterhosen von jemandem zu kurz sind. Lass uns das dieses Jahr besser hinkriegen!
1. Leuchtende Farben, damit ihr gut zu sehen seid
Kaufe Kleidung und Ausstattung in den leuchtendsten Farben, die du finden kannst. Es hilft dir wirklich, deine Kinder auf den Pisten zu finden. Mein Sohn begann mit dem Skifahren in einer marineblauen Jacke und schwarzen Hosen und ich hatte immer Schwierigkeiten, ihn zu entdecken, sogar von dichter dran.

Ein Jahr hatte er eine hellgelbe Jacke und plötzlich konnte ich ihn ganz leicht aus der Entfernung sehen – hurra! Diesmal haben wir superleuchtende orange Schneeoveralls von Reima für beide Jungen. Sie lieben es, wie diese Overalls aussehen und wie sie sich anfühlen, und ich liebe es, dass ich sie immer gleich in der Menge finde. Was für eine Verbesserung!
2. Jacke mit Ärmeltasche für den Skipass
Die meisten Skigebiete verwenden Magnetkarten für den Skipass. Die Jacke muss eine kleine Tasche am Ärmel haben, damit dein Kind seinen Arm leicht an den Kartenleser halten und das Drehkreuz betätigen kann.
Während Skijacken meist über eine spezielle sichere Tasche für den Skipass verfügen, haben Winterjacken diese Tasche nicht. Wenn du eine Jacke fürs Skifahren kaufst, achte darauf, dass sie die richtigen Taschen hat. Ich mag es, dass unsere neuen Reima Jacken die Tasche höher am Ärmel haben, sodass sie nicht durch den Handschuh blockiert wird.

Wenn die Magnetkarte in einer Torso- oder Hosentasche ist, kann es schwierig für dein Kind sein, die Magnetkarte dicht genug heranzubekommen, um das Drehkreuz zu aktivierten, besonders wenn sie noch klein sind. Ich habe es sehr oft gesehen, dass Kinder und Erwachsene auf diese Art die hinter ihnen Wartenden aufhalten.
In einem Jahr habe ich meinem Sohn eine „Ski“-Jacke gekauft, die er liebte, nur um dann an unserem ersten Skitag festzustellen, dass sie keine Magnetkarten-Tasche hatte. Also musste ich ihn oft hochheben und die Seite seiner Jacke am Kartenleser entlangziehen, um das Drehkreuz zu aktivieren.
3. Jacke mit abnehmbarer Kapuze
Seitdem man einen Helm trägt, braucht man keine Kapuze zum Skifahren. Wenn du die Kapuze nicht abnehmen kannst, sammelt sich darin ärgerlicherweise Schnee vom Himmel oder wenn du hinfällst. Dieser Schnee findet unausweichlich seinen Weg in deinen Nacken und deinen Rücken hinunter. Nicht schön!
Also achte darauf, dass du eine Jacke mit abnehmbarer Kapuze kaufst. Sie haben meist Druckknöpfe wie unsere Reima Jacke hier unten. Achte darauf, dass der Nackenteil groß ist, beinahe so, dass er den Helm berührt, damit Kälte und Schnee draußen bleiben.

4. Super-wasserdichte Skihosen
Dies ist nicht die Zeit, im Sonderangebot zu kaufen. Kinder verbringen viel Zeit damit, im Schnee zu sitzen, wenn sie das Skifahren lernen. Also achte darauf, Skihosen zu kaufen, die eine hohe Wassersäule haben, am besten 12000 mm.
Die Hosen sollten die Wassersäule auf dem Label oder den Etiketten so aufführen, wie unten gezeigt. Einige Marken wie Reima haben auf umweltfreundlichere wasserdichte Oberflächen umgestellt, was man in Betracht ziehen sollte.

Als meine Kinder klein waren und die meiste Zeit damit verbrachten, im Schnee zu sitzen oder zu liegen anstatt Ski zu fahren, habe ich sie die super-wasserdichten Regen-Overalls tragen lassen. Das hielt sie viel trockener als Skihosen. Aber da viele Regenhosen keine Isolierung haben, musst du deine Kinder darunter viel wärmer anziehen.
5. Schnee-Overalls mit einfach abnehmbaren Hosenträgern
Ich empfehle Schnee-Overalls mit einem hohen Rücken, um den Schnee draußen zu halten. Schnee dringt oft auf Taillenhöhe ein. Wenn du im Schnee hinfällst, musst du dich bücken, um wieder aufzustehen, und unweigerlich rutscht dabei dein Shirt heraus und der ganze Schnee auf deiner Jacke gerät in deine Hose. Kalt und nass! Dieser hohe Rücken macht wirklich den Unterschied, besonders für Kinder.

Aber ich empfehle keine kompletten Schneeanzüge für Kinder, die bereits aus den Windeln heraus sind, denn wenn sie auf die Toilette müssen, ist es zu schwierig für sie, aus ihnen heraus zu kommen und sie gleichzeitig während des Toilettengangs vom nassen, matschigen Fußboden wegzuhalten.
Wir bevorzugen Overalls mit Hosenträgern, die von der Vorderseite her einfach abnehmbar sind, sodass der Overall hinuntergezogen werden können, ohne dass man die Jacke oder andere Schichten ausziehen muss. Als unsere Kinder klein waren, hatte der erste Overall, den ich gekauft habe, Hosenträger, die nicht abnehmbar waren, und so hatten wir etliche Unfälle beim Toilettengang, weil wir die Kleidung nicht schnell genug ausbekamen. Wir mögen auch Hosenträger, die hinten abgenommen werden können, damit du die Hosen ohne die Hosenträger waschen kannst (was die Elastizität nach einiger Zeit beeinträchtigen kann).
6. Handschuhe mit langer Stulpe und Handgelenkverschluss
Ich kann nicht genug betonen, wie wichtig trockene, warme Hände für Kinder sind! Nasse, kalte Hände haben schon so manchen Schneetag ruiniert. Spare also nicht an den Handschuhen!
Kinder fallen viel in den Schnee und wenn sie einen kurzen Handschuh tragen, kommt viel Schnee in ihren Handschuh und den Ärmel hinein, und dann haben sie kalte, nasse Hände. Handschuhe mit langer Stuple können weit über den Jackenärmel gezogen werden und so extra Schutz davor bieten, dass Schnee in den Ärmel gerät. Ich kann nicht verstehen, warum so viele ansonsten hochwertige und teure Handschuhe einen so kurzen Schaft haben – sinnlos! Ich bin so froh, dass unsere neuen Reima Handschuhe einen so schönen langer Stuple haben, wie unten gezeigt.

Auch wenn du sehr schöne Handschuhe bekommst, werden Kinderhandschuhe oft bis zum Mittag durchnässt sein, weil Kinder ständig hinfallen und im Schnee spielen. Ein paar trockene Handschuhe kann den Tag retten. Bringe ein extra Paar Handschuhe für den Notfall mit, oder due sitzt den Rest des Nachmittags mit deinem Kleinen im Hotel (ich war dort viele Male).
7. Lange, enganliegende Skisocken
Die günstigen „Kinder-Skisocken“ sind meist aus billigerem Material hergestellt und nicht atmungsaktiv, also bekommen Kinder Schweißfüße. Außerdem leiert das elastische Bündchen schnell aus, daher rutschen die Socken herunter, was bedeutet, dass meine Kinder ständig fragen, ihnen beim Hochziehen der Socken zu helfen – bei all den Schichten nicht einfach zu schaffen.

Es ist es absolut wert, in hochwertigere Socken zu investieren, die bequem ist, oben bleibt und bis zum Knie reicht. Ich empfehle, eine Größe größer zu kaufen, weil sie immer beim Waschen einlaufen, sogar wenn du sie nicht in den Trockner gibst. Für kleine Kinder können Strumpfhosen eine gute Lösung sein, weil es dann nicht nötig ist, Socken hochzuziehen. Aber kaufe dicke Strumpfhosen, die ihre Füße in den Schneestiefeln warmhalten.
8. Thermounterwäsche – warm, aber nicht zu warm
Als meine Kinder klein waren, fand ich Thermounterwäsche nicht so toll, sondern ließ sie Pyjamas, Leggings oder Jogginghosen als unterste Schicht tragen. Das kann funktionieren, aber es gab ein paar Nachteile. Pyjamas und Jogginghosen haben oft wuchtige Nähte an den Knöcheln und einen weiten Schnitt, was es schwierig machte, sie in die Schneestiefel zu bekommen, was viel Zurechtziehen und viele Beschwerden zur Folge hat.
Enge Leggings sind in Ordnung, aber das Material ist nicht atmungsaktiv und deinem Kind wird unnötig warm und es wird durchgeschwitzt sein. Strumpfhosen waren gut, solange jemand Schnee in seinen Stiefel bekam und die Füße nass wurden. Statt einfach die Socken abzustreifen, mussten wir komplett ausziehen, um die Strumpfhosen auszubekommen.
Also waren wir alle glücklicher, als wir zu vernünftigen Sportleggings und Unterhemden aus Sportmaterial gewechselt haben. Es gibt sie in verschiedenen Stärken und wir bevorzugen eine mittlere Dicke. Die ersten, die ich kaufte, waren viel zu dünn und hielten mein schlankes Kind nicht warm, während es mit dem Lift herauffuhr, und es bildeten sich schon nach der Hälfte der Saison große Löcher im Material. Aber zu dick, und den Kindern wird viel zu warm. Thermounterwäsche gibt es meist in einer Verpackung, also achte darauf, dass du das Material anfühlst, bevor du kaufst.
9. Halsschlauch
Sie sind meist aus dünnem Stoff, sodass du sie einfach in deine Jackentasche tun kannst und sie so immer griffbereit für plötzliche Wetteränderungen hast. Wir mögen die mit einer dünnen Hälfte und einer Fleece-Hälfte. Dies gibt dir etwas Flexibilität wegen der Wärme. Sie werden schnell nass von laufenden Nasen und der Atemluft, also sind zwei pro Kind eine gute Idee.

Wegen der Pandemie möchtest du vielleicht einen Halsschlauch mit integriertem Filter. Wir haben gern den Halsschluch von Buff mit einem herausnehmbaren Filter. Ich habe die Kinderversion bei Ochsner Sport gesehen. SportXX verkauft die Erwachsenenversion.
10. Sturmhaube mit langem Hals
Wenn das Wetter sehr kalt wird, brauchst du eine Sturmhaube mit einer Öffnunge für Augen und Nase. Du kannst dafür einen Halsschlauch benutzen. Aber für Kinder kann es manchmal schwierig sein, den Halsschlauch genau so zu platzieren, mit den Haaren ganz darunter. Einen Sturmhaube ist viel einfacher zu gebrauchen.

Aber achte trotzdem darauf, dass du eine mit etwas Stretchmaterial kaufst (damit es beim An- und Ausziehen nicht wehtut) und dass sie einen langen Halsteil hat, den du in deine Jacke stecken kannst (die Masken, die ich zuerst gekauft habe, hatten nichts davon und waren schrecklich!).
Wenn sie ein kurzes Halsteil hat, haben die Kinder einen freien Hals, der sehr kalt werden kann/wird und voller Schnee, wenn du fällst (ich spreche aus Erfahrung). Du nimmst besser zwei pro Person, weil sie sehr nass werden können und bis zur Mitte des Tages auch voller Schnupfen.
11. Après-Ski Kleidung
Auch bei allem Bemühen werden die Kinder am Ende des Tages wahrscheinlich ein bisschen nass sein, entweder wegen Schwitzens oder vom Schnee. Wir haben anfangen, gemütliche Pyjamas mitzunehmen, die sie auf der Rückfahrt anziehen können, und das ist jetzt ein Muss für meine Kinder. Es ist ein schönes Gefühl, aus der ganzen Skikleidung herauszukommen und das Zubettgeh-Ritual ein bisschen früher zu beginnen. Vergiss auch nicht, extra Socken mitzunehmen!
12. Organisatorischer Tipp: Skiwanne
Wir benutzen eine Wanne für alle „extra“ Kleidung und Ausstattung, die dein Kind im Auto nicht trägt, wie Handschuhe, Helme, Brille. Diese Sachen werden schnell vergessen oder verloren, wenn man los will.

Jetzt gucke ich nur eine Wanne durch. Am Ende des Tages schmeißt jeder seine nasse Ausstattung in die Wanne und ich trage es rein, um alles zu waschen und zu trocknen, und danach kommt alles wieder für den nächsten Skitag in die Wanne.
Wo man in der Schweiz Skikleidung kauft
Skikleidung kommt meistens im Oktober in die Läden und geht im Februar wieder raus. In der Schweiz haben diese Shops eine gute Auswahl an beliebten Marken: Migros Sport XX und Ochsner Sport. Decathlon ist in der Schweiz ein Newcomer und hat allgemein im Vergleich mit anderen Shops niedrigere Preise, besonders auf ihre Hausmarken-Produkte.
Premium Sportshops wie Transa und Bächli haben die beste Auswahl an hochwertigen Marken, aber auch höhere Preise. Allerdings haben die folgenden Shops auch Outlets mit vielen Angeboten: Transa Outlet, Bächli Outlet. Aber erwarte keine Schnäppchenpreise. Es ist wahrscheinlich, dass du eine Jacke für CHF 600 für CHF 400 im Angebot findest.
Du kannst auch Skikleidung in einigen Läden wie Jelmoli oder C&A finden, die gute Angebotspreise vor Weihnachten oder nachsaisonale Ausverkäufe im März haben können.